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Die Piloten aus dem Süden fliegen in den Norden zum Inselhopping – und die Piloten aus dem Norden fliegen in die Berge. Vom Nachwuchspiloten bis zum alten Hasen der privaten und kommerziellen Luftfahrt haben Mitglieder des ILV gemeinsam mit erfahrenen Fluglehrern das Fliegen im Gebirge trainiert. Erstmals waren dabei so viele Luftfahrzeuge unterwegs.
- Teilnehmer
- 21 Mitglieder + 4 Trainer
- Zeitraum
- 2. – 6. September 2026
- Start
- EDHF, Hungriger Wolf
- Briefing
- täglich in Leutkirch
Vom Tragschrauber bis zur zweimotorigen Piper
21 Mitglieder des Itzehoer Luftsportvereins sind gemeinsam mit vier weiteren Trainern vom 2. bis 6. September 2026 vom Hungrigen Wolf in Richtung Alpen gestartet, um dort eine Alpeneinweisung zu absolvieren. Die Reise führte in die Schweiz, an den Gardasee und bis nach Portorož in Slowenien.
Die Flotte reichte vom Tragschrauber über die Cessna bis zur zweimotorigen Piper. Ebenso bunt war die Besetzung: vom Nachwuchspiloten („Young Eagle“) auf dem Weg zur PPL bis zu erfahrenen Piloten aus der privaten und kommerziellen Luftfahrt.
Organisiert haben den Ausflug Gabi Siebels und Johannes Dahmlos. Gabi hatte die Gesamtorganisation und kümmerte sich unter anderem um Unterkunft, Teams, Restaurants und Kommunikation. Johannes, im ILV als Fluglehrer unterwegs, begleitete die Alpeneinweisung als verantwortlicher Leiter vor Ort in Theorie und Praxis.
Durch die Täler, über die Pässe
Das große Thema waren Flüge durch und über die Alpen, entlang der Täler und über die Pässe. Es gibt etliche Routen, auf denen sich der Alpenhauptkamm unterhalb der Gipfelhöhe überqueren lässt – und jede Strecke hat ihre Besonderheiten und ihren ganz eigenen Charakter.
In besonderer Erinnerung blieben die Ausflüge zum Gardasee und nach Portorož mit Piran, aber auch die Plätze im Alpenvorland: der Flugtag in Königsdorf und der Hotspot Jesenwang bei bestem Wetter.
Am Samstag war das Wetter in den Alpen leider so schlecht, dass die Pläne geändert werden mussten. Einige Crews flogen nach Salzburg zum Red-Bull-Museum, andere nach Königsdorf, wo an diesem Tag ein Flugtag stattfand.
Sicherheit zuerst
Etliche Fluglehrer waren vor Ort und unterstützten die Crews bei der Vorbereitung und sicheren Durchführung ihrer Flüge. Für Piloten aus dem Norden ergeben sich in den Bergen ganz neue Aspekte:
- stark reduzierte Flugleistung in großer Höhe
- mögliche Turbulenzen an Graten und in Tälern
- viele Hindernisse wie Seilbahnen, Stromleitungen und Gleitschirmflieger
Die Schulung begann deshalb bereits in Itzehoe. In Leutkirch gab es dann jeden Morgen ein gemeinsames Briefing zur aktuellen Wetterlage und zu den Besonderheiten des Tages.
Fliegen ist kein Privileg
Die Alpeneinweisung zeigt, was in der Vereinsfliegerei möglich ist – und dass Fliegen kein Privileg weniger Menschen ist. Der ILV zählt rund 300 Mitglieder, darunter über 200 aktive Piloten aus allen Schichten der Gesellschaft. Unsere Flugschule bildet vom Fußgänger bis zum Piloten aus: für PPL und LAPL sowie für die Ultraleichtlizenz.
Und auch am Boden wurden die Erlebnisse des Tages gemeinsam geteilt.
Ausblick: Die Alpen rufen wieder
„Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir im nächsten Jahr wiederkommen, um die Erfahrungen zu vertiefen und weiteren Piloten die Gelegenheit zu geben, in dieser herrlichen Umgebung zu fliegen“, sagt Johannes Dahmlos.
Fotos: Teilnehmer der Alpeneinweisung