Chronik 2001 bis 2019

Autor: Dr. Reinhold Wenzlaff, Coautor: Ernst-Peter Nawothing

2001

So, wie in den letzten Jahren, hätte es beschaulich weitergehen können, aber im Jahre 2001 fällt im Verteidigungsministerium der Beschluss, neben vielen anderen Flugplätzen auch den Hungrigen Wolf zu schließen. Eine Zeit großer Unsicherheit beginnt.

Die strategische Zielvorgabe des Vorstandes lautet: „Sicherung der Fliegerei in Händen des ILV´s bei gleichzeitiger Vermeidung gewerblicher, gemeindlicher oder privater Investoren, von denen wir im Zweifelsfalle abhängig werden könnten.“

Es folgen zahllose Gespräche und Verhandlungen mit allen Akteuren.

Im August verpasst die Fuji D-EIBF die Landebahn und landet in einem nahe gelegenen Maisfeld, keine Personenschäden, der Mais bremste elegant.

Große Demo gegen die Platzschließung, der ILV ist mit dabei.

2002

Es wird ein turbulentes Jahr. Zusammen mit der Gemeinde wird die Hungrige Wolf Entwicklungs- und Betriebs GmbH gegründet, damit sichert sich der Verein zusammen mit der gleichberechtigten Gemeinde die Flugplatzlizenz als Verkehrslandeplatz, die normalerweise nur an öffentliche Körperschaften vergeben wird.

Diese Entscheidung trifft eine außerordentliche Mitgliederversammlung (MV) am 5.7.2002. Das ist der wichtigste Eckpfeiler für eine sichere Zukunft des Vereines.

In Verhandlungen mit dem Verkehrsministerium gelingt es, die bisherige Lizenz 1:1 auf die neuen Lizenzinhaber zu übertragen, das ist ein riesiger Vorteil, denn es muss kein erneutes Genehmigungsverfahren – mit möglichen Einschränkungen – durchlaufen werden.

Der Ausbildungsleiter Niko Schmitz (Flugleiter in Hartenholm) berichtet, dass 6 Schüler „in Arbeit“ sind.

Verkauf des Astir-Segelfliegers, der Motorsegler macht wegen einer verschlissenen Bremsanlage einen kleinen Kopfstand, Prop. kaputt, Motorüberprüfung usw. usw.

2003

 endet die militärische Nutzung, und der große Ausverkauf beginnt. Der Verein steht vor der Wahl, sich aufzulösen oder zum Flugplatzbetreiber zu werden.

Die Flugplatz-GmbH hat für einige Jahre die Hauptaufgabe, vor Ort den Verkauf und die Nutzung der Gebäude und Grundstücke außerhalb des Flugplatzes zu begleiten und zu vermitteln, d.h. die Konversion der als werthaltig geltenden Teile des Bundesvermögens anzuschieben und keine Brache entstehen zu lassen. Flächenmäßig sind das über 70% der Liegenschaft, an Gebäudebestand über 80%.

Wir sind jetzt offizieller Verkehrslandeplatz

Am Platz wird in Halle C ein Rettungshubschrauber stationiert, er sichert Landegebühren und erhöht die Risikorettung in Südwest-Holstein. Leider fällt er bald darauf einer Umorganisation seitens der Krankenkassen zum Opfer.

Die MV diskutiert über die Anschaffung einer Katana D20, eine Arbeitsgruppe soll das Thema weiterbearbeiten.

Klaus Giese, ein prägender Vorsitzender, der den Verein über viele Jahre durch die Irrungen der Bundeswehrverwaltung geführt hat, ist verstorben.
Die Flugleitung erfolgt wegen behördlicher Auflagen jetzt in einem gelben Container, den Reinhold Wenzlaff für einen dreistelligen Betrag günstig erwerben kann. Er soll ein Provisorium sein, zieht aber später noch einmal um, wird mehrfach gegen Wassereinbrüche ertüchtigt und hält tatsächlich bis zum Bau des neuen Towers 2018 durch, wenn auch in abenteuerlichem Zustand. Dieser gelbe Container löst als Flugleiter- und Kaffeebude in zentraler Lage sehr schnell das Clubheim aus den 50er Jahren als Fliegerzentrum ab und wird als Unikum mit DDR-Charme zum weithin bekannten Markenzeichen des Flugplatzes.

Ab sofort ist flugleiterloser Betrieb verboten und der ILV muss ein Feuerwehrauto (alter roter Astra) mit mehreren Handlöschern anschaffen.

Die Segelfliegersparte wird nach 10 Jahren personellem Siechtum aufgelöst. Der Rest wird privatisiert, ein Doppelsitzer verbleibt noch in Halle 2.

Aufgrund einer anonymen Anzeige erfolgt eine Ortsbesichtigung durch das Bauamt. Diverse alte Schuppen der Segelflieger müssen abgerissen werden.

2004

Dem Vorstand gelingt es, dank guter politischer Vernetzung in der Region, EU-Fördermittel in 6-stelliger Höhe für zweieinhalb Jahre einzuwerben, um ein Container-Büro auf dem Flugplatz einzurichten.

Am 15.9.2004 nimmt der Konversionsmanager Ernst-Peter Nawothnig, bekannt als EPN, seine Tätigkeit auf. Weil er „zufällig“ Flieger ist, kann er wochentags nebenbei den Flugleiterdienst versehen, was zu dieser Zeit noch eine recht überschaubare Belastung, aber für den Verein eine erhebliche finanzielle Entlastung darstellt.

Damit ist der Flugbetrieb organisatorisch gesichert, aber die BIMA (Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben) hat die eindeutige Vorgabe „Alles verkaufen“, um sich danach vollständig zurückziehen zu können.

Dank EU-Leaderprogramm kombinierte Wirtschafts-förderung und Flugleitung

31.3.2004 Die Bundeswehr ist weg, das Tor ist offen.

Gunther Fleckenstein (ehem. Oberst und Kommandeur am Huwo) übernimmt die Ausbildungsleitung von Lothar Nehrlich.

Ein Gleitschirmfliegerverein wird Mitglied im ILV. Später stellen sich aber Koordinationsprobleme beim Flugbetrieb von Fallschirmsprung, Motorflieger und Gleitschirmstart heraus. Deshalb verlässt der Verein uns einige Jahre später wieder.

2005

Die Fallschirmspringer kommen mit einer C182 an den Platz. Zunächst fliegt der Verein YUU Skydive mit einer älteren Maschine und ist temporär mit Wohnwagen und einem gelben Doppeldeckerbus und in Halle 0 untergebracht. Bald kommt eine Cessna Caravan hinzu. Der Verein entwickelt sich stark und findet sein endgültiges Domizil zur Miete in der ehemaligen Flugplatzfeuerwehr am alten Towergelände.

Wichtig für die Platzentwicklung ist auch die Übersiedlung des luftfahrttechnischen Betriebes von Stefan Siebenborn von Lübeck zu uns. Das verbessert für viele Eigner und insbesondere den Verein die Wartung und erspart die sonst notwendigen Überführungsflüge z.B. nach Wilhelmshaven.

Die Anfänge des Springerbetriebes

Der Verein holt Anfang 2005 „ganz tief Luft“ und kauft 34 Hektar unbebaute Flugplatzfläche, 9 ha Waldstreifen an der B 77, sowie die 3 Hektar bisheriges Pachtgelände, auf dem – auch eine einzigartige Rechtskonstruktion – die eigenen Gebäude stehen.

Das ist grob gesagt „der halbe nackte Flugplatz“. Die andere Hälfte wird vorerst für 5 Jahre gepachtet und an Landwirte weiter verpachtet, denn noch mehr Kreditaufnahme hält der Vorstand für nicht vertretbar.

Der Platz „sehr hoher Anflug 03“

Leider verlässt der Rettungshubschrauber wieder den Platz.

Die Halle 2 wird saniert, aber an das Eternit-Dach traut sich noch keiner ran. Wenn mal viel Geld da sein sollte, dann ….

Der ILV beschäftigt ab sofort drei 1€-Kräfte, die sich sehr fleißig um die Liegenschaft kümmern.

Die gedruckte ILV-Airmail per Post ist Geschichte. Sigi Klein als langjährigem Verfasser sei herzlich gedankt! Sie wird ersetzt durch die kürzere und per Mail übermittelte „Freitagsmail“ von EPN.

Die Homepage www.Flugplatz-Hungriger-Wolf.de geht für das Konversionsmanagement an den Start. Sie ist nicht zu verwechseln mit www.Fliegen-Itzehoe.de, der HP des Vereins.

Unsere1 €-Kräfte

Die vielen Risse auf der Asphaltbahn werden in schweißtreibender Arbeit durch unsere 1€-Kräfte mit Bitumen ausgegossen.

Die 09 ist wegen Dauerregens kaum mähbar, geschweige denn anfliegbar.

Die Bahn 21 und 09 werden wegen hoher Bäume von der Luftaufsicht im Abflugbereich verkürzt. Dank interessanter Umstände werden die langen Bäume „plötzlich“ lichter und kürzer. Der alte Zustand kann wiederhergestellt werden.

2006

Ein richtungsweisender Beschluss wird getroffen. Demnach können private Eigentümer auf dem Platz nach vorhergehendem Mitgliederbeschluss auf eigenem Grund Hallen bauen. Voraussetzung ist eine Vollmitgliedschaft im ILV, die bei Hallenplatzverkauf auf den Käufer übergehen muss. Dieses ist grundbuchlich abzusichern.
Mit diesem Beschluss einer außerordentlichen MV am 30.8.2006 kann privates Geld am Platz investiert werden, das schon von sich aus zu einer Steigerung der zukünftigen Stabilität des Platzes als solchem beitragen wird.

Renovierung des alten Clubheimes

Der alte Agria Rasenmähtrecker (Baujahr 1970!) wird reaktiviert und aufgehübscht. Als Mäh 109 verrichtet er noch brav einige Jahre seine Arbeit, bis ein Kolbenfresser ihn zu Alteisen werden lässt, für das wir aber noch einiges an Geld rausschlagen können.

Über die Jahre bauen unsere Kräfte weit über 200 Vogelkästen, die Dr. Martens (Mitglied des NaBu) im ganzen Kreisgebiet aufhängt und monitort.

Es gibt Gespräche über eine Asphaltierung der 03-21 auf ganzer Länge.

Bernd sinniert über eine Towervision nach.

Alexander Jahr, einer der großen Sponsoren und Förderer des ILV, stirbt. Roberto Echevarria, Reeder aus Hamburg, kauft die Halle D für seine private Flugzeugsammlung und den LTB Aviatec von Stefan Siebenborn. Ein großer Gewinn für unseren Platz.

Roll out der Mäh 109

Der Bau der privaten Halle 6 beginnt. Wegen der Sichtverdeckung muss auch der Container vom Waldrand in die Fläche umziehen, so will es die Luftaufsicht in Kiel.

Ein zünftiges Hallenfest findet im Frühjahr satt.

Der Erlebnistag im September ist mit 2500 Gästen ein voller Erfolg, der erste Gyrocopter kommt an den Platz.

2007

Die bisherige Nutzung der Halle E, die wir bis dahin von der BIMA gemietet hatten, (heute Bauer Maschinenbau) steht uns nicht mehr zur Verfügung.

Deshalb muss die Halle 7 neu gebaut werden. Das Neue Finanzierungskonzept sieht vor, dass der ILV das Gelände knapp um die Hallengrundfläche an die neue Eigentümergemeinschaft verkauft.

Der ILV benötigt kein eigenes Kapital, keine zusätzliche Verwaltungsarbeit, aber schafft privates Eigentum am Platz. Dieses gibt mehr Stabilität und mehr Einsatz zur langfristigen Sicherung des Flugplatzes als Mieter in vereinseigenen Hallen.

Das Provisorium, die Fliegerhöhle

Halle 7 ist der Prototyp für alle kommenden „einzeiligen Langhallen“, deren Frontseiten komplett aus Schiebetoren bestehen. Etwas später kommt noch Halle 8 hinzu. Beide Hallen, 140 und 60 Meter lang, werden gleichzeitig gebaut und 2010 bezugsfertig.

Lothar Nehrlich ist Ausbildungsleiter. Ein großer Porsche-Event führt ebenso wie die Wolfsmeile und später das Mittelalterliche Spectaculum zu einigen nennenswerten Zusatzeinnahmen für den ILV. Die damit verbundenen marginalen Einschränkungen für uns Flieger können dabei gerne in Kauf genommen werden.
Die Elektrik der Halle 0 wird grundlegend saniert.

Im Juni folgt ein Vereinsausflug nach Stauning (DK) zum alljährlichen Oldtimer-Festival.

Das Gelände rund um den alten BW-Tower ist verkauft. Dort siedelt sich der Springerclub Yuu-Skydive e.V. an, Die Gastronomie wechselt ständig, bleibt leider nicht nachhaltig. Wir nutzen den alten Schulungsraum Alpha als neue Versammlungsstätte.

Die Wolfsmeile geht Anfang August an den Start. 20.000 Besucher und über 300 Rundflüge sind die stolze Bilanz. Auch eine Do 27 der Bundeswehrflugsportgruppe und eine Antonow AN2 sind mit von der Partie.

Ein erfolgreiches Erlebniswochenende mit 7000 Besuchern und 250 Rundfluggästen findet im September statt.

Es wird die Asphaltierung der gesamten Bahn 21-03 projektiert. Ein Sponsor möchte das dem ILV schenken, bekommt aber am Ende doch „kalte Füße“. So wird das 700.000 Euro-Projekt erst einmal ein Papiertiger bleiben.

Auf Beschluss der MV wird Rolf Struve, als langjähriger Vorsitzender geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt.

2008
Fritz Tange, unser Vorarbeiter der 1-Euro-Kräfte geht in den Vorruhestand und stirbt leider schon kurze Zeit später. Er hat sich mit seinen Kollegen sehr intensiv um „Haus- und Hof“ gekümmert. Wir alle haben seine Arbeit und seine Art sehr geschätzt.
Michael Franzin stellt den X-Wind Seitenflugsimulator vor, er findet in Halle 1 sein künftiges Domizil. Später übernimmt Anja Wolffson den Betrieb.

Die vereinseigene PA 28 D-EIHM entwickelt sich zum Sorgenkind, sie wird zu wenig geflogen, die Stundenpreise müssen erhöht werden.

Viele Aktivitäten bei den Fallschirmspringern führen zu div. Lärmbeschwerden.

Ein Papier „Towerprojekt“ wird vorbereitet, um mögliche Expansionspläne im/am alten BW-Tower auszuloten.

Am 10.7. die „Große Bühne „Nabucco“ feiert ein gelungenes Openair.

Beim Landeanflug in Böen verunglückt eine Smaragd, es gibt keine Personenschäden, Glück im Unglück.

Die Vereinsmaschinen werden jetzt am Platz bei H+S, (Hübel und Siebenborn) ehemals Aviatec gewartet. Das erspart aufwendiges Fliegen nach Wilhelmshaven, schont die Vereinskasse, lässt das Geld am Platz und hat die Funktionen eines Motorflugreferenten quasi ausgegliedert. Eine echte win-win Situation.

Die Mäh 109 hat einen Kolbenfresser, das wars.

Ein John Deere Spezialrasenmäher Bj. 93 mit erst 250 Stunden geht an den Start und ist 2019 noch unverändert frisch im Betrieb.

2009

Die Gemeinde Hohenaspe macht Ernst, mit einem reißerischen Zeitungsartikel und Androhung von Rechtsmitteln will sie sich gegen vermeintliche Lärmbelästigungen wehren.

Der Verein hat jetzt 148 Mitglieder und 11 Flugschüler.

Die Charterei wird digitalisiert, die Buchungen erfolgen jetzt über „myplane“ im Internet. Wilhelm Duborg wird für seinen jahrelangen Einsatz bei der Buchungsorganisation gedankt.

Der Bau der Hallen 7 und 8 beginnt.

Für die Halle 3 endet die Abwohnfrist, sie ist bis auf zwei Plätze jetzt ein Vermietungsobjekt des ILV, so wie die Halle 2.

Die Zauberflöte von Mozart erklingt im August, auch die Wolfsmeile hat Erfolg.

Unklare Rechnungslegungen für die Bereiche Grundsteuer, Wasseranschluss, Straßenausbau, Abwasseranschluss sind unkalkulierbare Damoklesschwerter über den Vereinsfinanzen. Dieser Zustand ist bis 2019 in Teilen immer noch nicht geklärt. Es lebe die deutsche Bürokratie.

Was lange gärt wird endlich gut, eine neue Satzung erblickt das Licht der Welt, hauptsächlich wegen erweiterter Anforderungen von Finanzamt und Vereinsregister.

2010

Ein Schneewinter und starker Frost haben den Platz im Griff, gelegentlicher Stromausfall beeinträchtigt zusätzlich.

Die Kosten der Charterflugzeuge steigen, deshalb wird ein Flottenumbau beschlossen. Der Verkauf der PA28 und der C150 ermöglichen den Kauf einer zweiten C172 (ENFS). So haben wir zwei, gegenseitig tauschbare, Maschinen am Platz.

Insgesamt sind 70 Maschinen am Platz stationiert.

Auf Drängen der Kieler Luftaufsicht kaufen wir ein richtiges Feuerwehrauto, nach Überführung aus Husum durch Reinhold und Aufrüstung erfolgt die Einweisung unserer Flugleiter, ein sich jetzt jährlich wiederholendes Spektakel.

Die Vereinsmaschinen erhalten Stundenzähler, die Abrechnung wird durch Reinhold auf Excel umgestellt.

Die Ausbildungszahlen sind, so Lothar Nehrlich, leicht rückläufig.

Die Interessentenzahl für Halle 9 wächst stark, der Bau kann realisiert werden.

Auch in diesem Jahr gibt es eine Wolfsmeile.

Hohenlockstedt fordert 196.000 Euro für die Abwasseranschlussbeiträge, wir erheben Einspruch, sichern aber in der MV schon mal ein Finanzierungsszenario ab.

Im Juli verstirbt ein Drachenflieger nach einem missglückten Windenstart am Platz.

Ein Einbruch in die Kantine hat überschaubare, nichts desto trotz ärgerliche Nachwirkungen.

Wir haben Anliegerkosten von 58.436 Euro für die Abwasser-Sanierung des Innenbereichs an die Gemeinde gezahlt, zu mindestens dieses Damoklesschwert ist Geschichte.

Die EON baut am Platz ein komplett neues Mittelspannungsnetz auf, nachdem sich die Schäden in der alten Bundeswehr-Infrastruktur untragbar häufen.

Aus den 1€-Kräften werden dank Zuschüssen des Jobcenters Minijobber, die Arbeit wird weiterhin durch die bewährten Kräfte erledigt.

2011

Das Projekt „Privater Hallenbau“ entwickelt sich zu einem Renner, die Hallen 10,11,12 werden von der MV genehmigt. Der Bau der Halle 9 startet im September.

Der Falke Motorsegler, die KOER wird verkauft. Damit geht gleichzeitig die Ära der Motorsegelfliegerei am Platz zu Ende. 1983 holte Wolfgang Mazoch das „Moped“ (vereinsinternes Kürzel) an den Platz. Die Segel- und Flugeigenschaften waren schon toll, das Handling aber relativ umständlich, die Landungen für E-Flieger eher schwierig.

Die D-KOER, unser Moped verlässt den ILV

Eine Liebhabergruppe, die dieses wunderbare Fluggerät weiter betreiben könnte, kommt leider nicht zu Stande.

Lothar Nehrlich gibt nach erfolgreichen Jahren die Ausbildungsleitung an Georg Isenbürger ab. Der Vorstand und die MV bedanken sich für Lothars tollen Einsatz.

Das digitale Buchungssystem läuft gut.

Mit der Anmietung der Breezer (MILV) beginnt für den ILV die Ära der ULs.

Die Focke-Wulf Stieglitz D-EQAX überschlägt sich in Lüneburg, kein Personenschaden, aber eine langwierige Reparatur sind die Folge.

Die beschlossene Umlage von 300 €/Kopf für die Anliegerbeiträge wird leider fällig.

Unser Mitglied Lukas Beyer stürzt mit seiner Lancair 235 zwischen Rendsburg und Kiel fast senkrecht ab und stirbt mit einem weiteren Gast unmittelbar am Unfallort. Danach spricht sich herum, dass es in den USA mit diesem Eigenbau-Typ schon 90 ganz ähnliche Unfälle gegeben hat.

Und ewig murmelt das selbige Tier:

Nicht aufgeräumte Kaffeebecher, Zerfahren des Grases rund um den Container, Diebstähle aus der Küche und Defizite beim pilots-coffee-shop, Reinigung der Chartermaschinen, unleserliche Einträge, Mülldeponierungen, Ordnung und Sauberkeit beim Putzen der Vereinsmaschinen, verschwindendes Reinigungsmaterial, mangelhafte Abschließkontrollen und verstopfte Urinale.

2012

Das Tower Bistro wird wiedereröffnet. Die ersten Gyrocopter sind am Platz und bereiten den Flugleitern manch unruhige Stunden.

Der Verein kauft, nach einem interessanten Deal mit unserem Pächter Olaf Maaß, noch 3 ha betriebsnotwendige Graslandebahn (27-09) sehr günstig hinzu, denn die Pacht mit dem Bund ist ausgelaufen.

Dem Flugleiter sträuben sich die Haare

Nach diesem Zukauf und nach Abgabe diverser Bauplätze an private Hallenbauer ist das Vereinsgrundstück jetzt 47 ha groß = 380.000 qm Flugplatz und 90.000 qm Wald.

Das mag man für ungeheuer viel Land halten, aber es entspricht gerade mal der Fläche eines halben Bauernhofs. Davon sind 20 Hektar unbebaute Abstandsflächen neben den Landebahnen verpachtet und werden landwirtschaftlich genutzt.

Olaf Maaß, dem auch die Grünlandflächen westlich der 03-21 jetzt gehören, wird unser einziger Pächter.

Die D-EIHM, PA28 konnte endlich verkauft werden. Die D-MILV wird aus dem Chartervertrag mit Breezer Aircraft in den Vereinsbesitz übernommen.

Am 1.6. verstirbt Hermann Huß. Er war schon zu Lebzeiten eine Legende, prägte die Jüngeren, kannte jede Schraube an den Vereinsmaschinen persönlich. Er war 3 Jahre Motorflugreferent und 14 Jahre 2.Vorsitzender. Er war Mitglied im Ältestenrat und Kassenprüfer.

Wir ehren ihn mit einem würdevollen Überflug als sein Sarg sich in die Erde senkt.

Der Verein durchlebt eine Zeitwende. Ein Verein, der überwiegend aus Charterern und Segelfliegern bestand, muss sich den neuen Bedingungen stellen, bei denen die Zahl der Eigner mit eigenem Halleneigentum am Platz ständig steigt und noch weiter steigen wird. Ja, sie muss sogar steigen, damit die hohen Fixkostenbelastungen durch den Unterhalt des Platzes und die notwendige hauptamtliche Flugleitung erwirtschaften werden, ohne die Mitgliedsbeiträge zu hoch schrauben zu müssen.

Das geht natürlich nicht ohne Diskussion über „die gute alte Zeit“, die “Anonymisierung des Vereinslebens“, die Flugeinschränkungen durch „Nutzung kommerzieller Interessen, wie z.B. der Wolfsmeile“ oder die Einschränkungen durch den Springerbetrieb.

Der Vorstand hält diese strategische Neuausrichtung nach wie vor für richtig, wenn natürlich auch die damit verbundenen Nachteile gesehen werden.

Gibt es Alternativen??

Der landesweite Nordmark-Jubiläumsflug fällt leider wegen Schlechtwetter in selbiges. Es gibt auch dieses Jahr die Wolfsmeile, die allerdings gänzlich verregnet und zusätzlich neu organisiert das sog. Mittelalterliche Spectaculum.

Im August finden die Deutschen Meisterschaften im Fallschirmspringen am Platz statt, eine große Auszeichnung für unsere Location. 3955 Sprünge werden unfallfrei durchgeführt.

2013

Das Jahr beginnt mit einer Verwaltungsreform.

Frühjahr 2013 – das Wachstum ist sichtbar

Gerd Kölling, unser Schatzmeister, hört auf und wegen der mittlerweile vorhandenen steuerlichen Komplexität von Verein und GmbH wird erstmals ein Steuerberater hinzugezogen, der den Jahresabschluss testiert.

Die Abrechnungen für Tanken, Chartern, Hallenmieten werden auf einen 2-Monatsrythmus umgestellt und so über eine Excelanwendung vereinfacht.

Die C172 D-EIIH wird neu lackiert, der Mitgliederbestand ist leicht wachsend, Bau der Hallen 10 und 12 wird genehmigt.

10 Flugschüler, mittlerweile hat die MILV einen 3-Blatt-Propeller, der Sprit spart und leiser sein soll. UL-Schüler gibt es 5.

Die Drachenflieger sagen, nachdem sie schon 2012 nicht mehr am Platz waren, offiziell „ade“. Die 7. Wolfsmeile findet wieder Anfang August statt.

Alexander Tschakaloff erläutert den Stand des Projektes „Landebahnbefeuerung“, das zu einem Teil über private Spenden finanziert wird. Die Lampen sind auf dem Weg aus den USA zu unserem Platz. Dank vieler Spenden sind 25.000 € Kosten für den Verein sicherlich günstig.

Die Classic Motor Days kommen an den Platz. Sie bleiben fester Eventteil, bis 2018 die Feldlärche sie vom Platz vertreibt.

Im August wird’s wieder kulturell, die Zauberflöte kommt zu Gast. Ab 6.10. ist wieder das Spectaculum am Platz.

Die letzten Mohikaner, der Segelflug im Endstadium

Im Dezember richtet ein Sturm erhebliche Schäden am Platz an, der Verein bleibt weitgehend verschont.

Mal wieder Lärmbeschwerden aus und Diskussionen mit Hohenaspe, aber auch Peissen. Es geht im Regelfall um Kunstflieger und ihre Übungen direkt am Platz.

2014

Der Platz beherbergt jetzt ca. 180 Mitglieder und 84 Flugzeuge.

Es gibt mal wieder ein Maifeuer. Eine Zweiradgang aus dem Verein startet zu einer erneuten kleinen Rund-Schleichfahrt. Jeder fünfte Flieger ist auch Motorradfahrer, zum Leitwolf dieser „Sparte“ ernennt sich EPN.

Ein Midsummernachtsfliegen wird erstmals durchgeführt und mit einem netten Grillabend kombiniert.

Zum zweiten Male finden die Classic Motordays im Juni statt. Ein voller Erfolg, auch die Rundflüge werden gut angenommen.

Der alte Mil-Tower ist keine Option

Eine neue Towerlösung erscheint dringend geboten. Der gelbe Container und das alte Clubhaus sind als mittelfristig abgängig anzusehen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile kommt der Vorstand zum Ergebnis, dass eine Lösung am alten BW-Tower strategisch und auch aus Kostensicht nicht weiterverfolgt werden sollte.

Hinter Halle 9 beginnt im Juli der Hallenbau Nr. 12 und Nr. 10, die Halle 11 befindet sich noch im „Findungsstadium“.

Heftige Diskussion um weitere Hallenprojekte, es geht um Aussichten und Besitzstandswahrungen. Letztendlich siegt die Ratio, dass ohne Wachstum es schwierig wird, den Platz dauerhaft zu finanzieren, ohne, das auf die bisherigen Mitglieder erheblich höhere Belastungen zukommen.

Aus den Einnahmen des Landverkaufes an die neuen Privateigner fließen dem Verein liquide Mittel zu, die der Darlehenstilgung des Landkaufes und der Finanzierung des neuen Towers zugutekommen. Diese Strategie ist letztendlich „alternativlos“.

Im Container ist die gesamte EDV erneuert worden.

Die Tankstelle wird automatisiert, ein Tanken mit Chip ermöglicht deutliche Vereinfachungen in der Abrechnung. Wir haben jetzt 11 Schüler.

Ab April 2015 fällt der Ausbildungsstatus wegen neuer EASA-Vorschriften weg und wir haben keine Ausbildungslizenz mehr. Georg Isenbürger arbeitet intensiv mit Herrn Salzmann vom Ministerium an dem Projekt. Dank Georgs erheblichem Zeitaufwand erhält die ILV-Flugschule ab April 2015 die volle ATO-Zertifizierung.

Der Container wird letztmalig einem facelifting unterzogen. Für die Landebahnbefeuerung werden ca. 3000m Kabel vergraben und 60 Lampen eingebuddelt. Am 14.9 wird sie erstmals eingeschaltet.

Die Gemeinde baut endlich eine komplett neue Wasserleitung, auch wir werden angeschlossen. Die Kostenbeteiligung kann sich auf 30.000 bis 50.000 Euro belaufen, ist aber 5 Jahre später immer noch nicht abgerechnet.

Die Asphaltbahn wird für 10.000 Euronen überarbeitet, das muss wieder einige Jahre halten.Das mittelalterliche Spectaculum gastiert wieder im Oktober.

2015

Der Verein zählt jetzt 180 Mitglieder, davon fliegen aktiv 137. 60% kommen aus Hamburg oder dessen Umland.

Die MV beschließt eine Beitragserhöhung, folglich kann Ole Kremer als hauptamtlicher Flugleiter eingestellt werden. Der ILV erhält 50% Personalkostenzuschüsse vom Land.

Harald Borras landet, nachdem sein Holzpropeller ein Blatt verlor, sicher südlich von Friedrichstadt.

Am Platz verunglückt die JAK18 T, es gibt drei mehr oder weniger schwer Verletzte. Ein missglückter Landeanflug mit Bugradlandung führen zu einem Überschlag, denn nach Abriss des Bugrades gräbt sich der verbliebene Träger wie ein Pflug in den Boden. Außerordentliches Glück im Unglück: Die vollen Tanks mit 200 Liter Sprit bleiben dicht!

Es gibt auf der MV im Juni erhebliche Diskussionen, ob noch mehr Hallen gebaut werden sollen und zu welchen Preisen der ILV das Land verkaufen soll. Am Ende wird die Lückenbebauung mit Halle 7a und 8a beschlossen und 15 €/m² festgelegt.

Stefan Siebenborn will für seinen LTB eine eigene Halle bauen, um unabhängiger zu werden. Die MV genehmigt dafür die Halle 6a.

Die Halle 11 geht in den Bau.

Auch über den Neubau und insbesondere den Standort für einen neuen Tower gibt es eine rege Diskussion.

Alexander Tschakaloff beginnt seinen Kampf, für unseren Flugplatz einen offiziellen GPS-gestützten IFR-Anflug genehmigt zu bekommen. Jeder weiß, dass das viele Jahre dauern kann und zähes Durchhalten verlangt.

Es gibt 7 E und 5 M-Schüler. Auch in diesem Jahr findet ein Spectaculum statt.

2016

Die Mitgliederversammlung trifft nach langer und kontroverser Diskussion im Herbst den vorbereitenden Entschluss, einen neuen Tower zu bauen.

Ausschlaggebend sind die Auflagen der Luftfahrtbehörde in Kiel und die doch schwierigere Nachnutzung des vorhandenen Bundeswehr-Towers, der auf der Westseite des Flugplatzes außerhalb der Vereinsflächen und weitab von allen Hallen betriebstechnisch sehr ungünstig steht.

Auch in diesem Jahr bewegt sich die ILV-Zweiradgang, eine lose Gruppe, die nicht nur gerne fliegt, sondern auch gerne mal mit dem Motorrad durch die Lande fährt.

Am Übergang zur Abstellfläche bei Echevarria baut der Springerclub eine eigene Tankstelle für Kerosin, so entfällt das Fliegen nach St. Michel.

Die Großveranstaltungen verlagern sich immer mehr Richtung Halle B und C. Dadurch sinken die Einschränkungen für unseren Flugbetrieb, aber leider auch die Einnahmen für den Verein.

Das jahrelang genutzte Buchungssystem „myplane“ geht vom Netz, der ILV übernimmt das System für die eigene Nutzung und bindet es auf seiner Homepage ein.

Vom stillgelegten VLP Bremerhaven schlachten wir eine PAPI aus. Ihr Wiederaufbau zieht sich allerdings über Jahre hin.

Am 1.2. ist die Abwohnfrist der 1995 gebauten Halle 4 nach 20 Jahren abgelaufen, nun gehört sie dem Verein und generiert Mieteinnahmen.

2017

199 Mitglieder, 20.000 Flugbewegungen und 95 Flugzeuge am Platz.

Eine IFR-Betriebsgenehmigung als Voraussetzung für einen GPS-Anflug wird erteilt. Praktische Auswirkungen hat diese Formalie noch keine.

Ole Kremer ist jetzt „Beauftragter für Luftaufsicht“, da wir nach Uetersen die meisten Landungen im Lande SH haben.

Am 25.3 beschließt die MV den Neubau eines Towers auf ILV-Gelände mit einer Kostenschätzung von ca. 400.000 Euro.

Dirk Möhrle gibt dem ILV ein Darlehen über 200.000 Euro, für das er keine Sicherheiten verlangt. Ein riesiger Schritt, auch um sich nicht von Banken abhängig zu machen.

Nach umfangreicher Vorplanung beginnt im September 7.9. 2017 mit Firma Bährs der Bau des neuen Towers. Mittlerweile ist der Tower gewachsen, denn er beherbergt – weil Auflage – zwei Stellplätze für die Platzfeuerwehr und ein neues kleines aber feines Clubheim nebst Nebenräumen. Die Baukosten und die Bauzeit werden eingehalten.

In Verbindung mit dem Neubau wird die EDV-Anlage auf eine komplett neue Serverbasis gestellt. Es gelingt dem Vorstand, zu einem sehr kostengünstigen Glasfaserkabelanschluss zu kommen.

Halle 7a geht in den Bau.

Am 2.12. tagt die MV sportlich in der im Bau befindlichen Garage des Towers.
Alexander Tschakaloff berichtet über den Stand seines Kampfes mit den Behörden, unseren Platz zur IFR-Genehmigung zu bringen.

Die gewohnten Veranstaltungen, Wolfsmeile, classic motorday´s und Spectaculum (allerdings letztmalig) laufen auch in diesem Jahr.

Das Tower Bistro schließt mal wieder seine Pforten, ab sofort tagt unsere MV im neuen Towerclubraum.

Anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg wird sogar unser Flugplatz 4 Tage gesperrt und durch die Polizei bewacht.

2018

Am 1.1.2018 tritt EPN in den „Unruhestand“. Sein freiberuflich beschäftigter Nachfolger wird Jürgen Schlottau, der sich jetzt hauptberuflich neben der Flugleiterei auch um den ganz normalen „Verwaltungswahnsinn“ und die Umsetzung diverser Projekte kümmern wird.

EPN, wie wir ihn alle nennen, hat im Verein seine Spuren hinterlassen. Am Anfang stand seine Karriere bei den Segelfliegern, denen er bis zu deren Ende in vielfältiger Weise diente. Später war er 12 Jahre Kassenwart, heute sagt man Schatzmeister für den ILV.


EPN – das Urgestein

Gleichzeitig war er seit Anfang der 2000 „das freundliche und hilfsbereite, manchmal mit etwas destruktiven aber immer gut gemeinten Gedanken aufwartende Gesicht des ILV im gelben Container“.

Er wird, so hat er zugesagt, sich auch weiterhin bei den diversen Hallenbauprojekten einbringen und auch seine berühmt-berüchtigte Freitagsrundmail weiterschreiben.

 

Im März 2018 geht der Tower inklusive gepflasterter Zuwegung und freiem WLAN in Betrieb. Gesamtkosten 450.000 Euro, fast eine Punktlandung.

Der Vorstand beschließt auch endlich einen Rollweg zur Tankstelle zu pflastern, nun hat der Matsch dort ein Ende.

Gleichzeitig endet die Zeit des legendären pilot-coffee-shop, den EPN in unnachahmlicher Weise immer wieder pflegte. Tassen waschen, aufräumen, Wasser ranschleppen, Neukauf von Fressalien und Kaffee, Kaffeemaschine (oder auch zwei) permanent reparieren und zum Dank meistens noch ein dickes Minus in seiner Kasse.

Der neue Tower

Jetzt gibt es zwei extern betriebene und gewartete Automaten, die gegen Einwurf klingender Münze zuverlässig Kaffee (zig Sorten) und kleine Snacks auswerfen.

Es gibt Lärmprobleme, insbesondere mit Kunstflug in der Mittagszeit. Ein freiwilliges Agreement löst die größten Probleme. Die Beschwerden werden geringer.

In Verbindung mit der offiziellen Rollwegverlegung wird noch ein zusätzlich befestigter Platz am ILV-Vorfeld errichtet, so können auch schwere Maschinen ohne Probleme an die Tankstelle.

Schon wieder werden 2 Hallenbauten begonnen, Halle 14 und 10a.

Unser Feuerwehrmann Lothar Hachmann ist im Fernsehen „mit 80 Jahren um die Welt“. Leider verstirbt er während der Dreharbeiten in Vietnam an einer verschleppten Infektion und der nachfolgenden Lungenentzündung.

Jan Harries verunglückt beim Landeanflug auf Endelave mit 3 Passagieren, eine lange Krankengeschichte folgt.

Anja Wolfson übernimmt mit Ihrer Firma X-Wind das alte Towergebäude für Ihre Schulungen. Der Verein hat für diese stark angejahrte Immobilie keine Verwendung mehr.

Am 7.8.1968 machte EPN seinen ersten Alleinflug. 50 Jahren unfallfreies Fliegen – ein großes Jubiläum.

22.9. Große Towereinweihung für Vereinsmitglieder und VIP´s (Bürgermeister der Nachbargemeinden und alle erreichbaren Promis).

Im November gibt es, völlig unangekündigt und entsprechend kommentiert, eine Gegenkandidatur zur Wahl des 2. Vorsitzenden. Reinhold setzt sich durch, die Wogen glätten sich im Laufe der Zeit.

2019

Der Platz erhält eine neue Frequenz, künftig gilt 127.110.

Ein missglückter Start der Breezer endete beinahe mit einem  Totalschaden.

„Dank“ des angeordneten Feldlerchen-schutzes finden die classic motor days nach 6 erfolgreichen Jahren nicht mehr statt.

Am 7.5 schafft unser Segelflieger Stefan Delfs eine herausragende Strecke von 1100 Km in 10 Stunden. Neue Hallenprojekte liegen zunächst auf Eis, denn die Bauindustrie boomt und damit auch die Preise.

Und noch mehr Hallen

Der Bedarf scheint vorerst auch gedeckt zu sein. Es stehen 110 Flugzeuge aller Art auf 15.000 qm Hallenfläche am Platz. Die Hälfte auf eigenem Hallenplatz und je ein Viertel zur Miete beim Verein oder in privaten Hallen.

„Dank“ der „in die Regionalpolitik verstrickten und damit nicht frei agierenden Vorstandsmitglieder“ (so die Kritik einiger weniger) gelingt es einen 75.000 Euro teuren Bescheid über Anliegergebühren auf 23.000 Euro zu begrenzen.

Ist doch nicht schlecht, wenn man in der Politik ist – oder 😉

Im Herbst wird beschlossen, einen Teil der bisherigen Grasflächen nicht mehr zu mähen und mit Blumenmischungen aufzusähen. Damit wollen wir einen, wenn auch bescheidenen Beitrag, gegen das Insektensterben leisten.

Testflug der TU-Hamburg

Dank der Privatinitiative von Jürgen Schlottau stehen dem ILV jetzt zwei baugleiche fabrikneue Breezer der 600-kg-Klasse, D-MILV-neu und D-MHUW zur Verfügung.

Es gibt jetzt eine fahrbare Tankstelle für die Breezer, das lästige Kanisterschleppen hat dank Jürgen ein Ende.

Ein einachsiger Schlegelmulcher mit aufgesatteltem separatem Motor ergänzt das technische Equipment am Platz. Jetzt geht das Mähen noch schneller, Herrn Bock wird es freuen.

Die zugelaufene Towerkatze „Erika“, die sich seit 2014 bei uns wohlfühlt, löst eine erhebliche Diskussion in der MV aus. Der Kompromiss lautet Katze ja, aber draußen.

Die Realität stimmt dann natürlich nur halbwegs mit dem Beschluss überein. Für Katzenfutter wird mehr gespendet, als diese fressen kann.

Aus der Bahn 21-03 wird dank ständig wanderndem magnetischen Norpol die 20-02.

Entwicklung der Flugbewegungen

Jahr Flugbewegungen Flugzeuge
2004 10562  
2005 12684  
2006 13002 50
2007 12892 55
2008 14818 58
2009 15160 62
2010 14604 46
2011 14750 49
2012 15642 80
2013 17412 85
2014 18562 95
2015 20500 95
2016 19500 100
2017 19000 100
2018 20200 105

Flugzeuge im ILV

Jahr        
2003 C172, D-EVED

Robin 400, D-ECUV
PA 28, D-EIHM

C150, D-EBIP SF35 Falke, D-KOER
2006 C172, D-EIIH      
2007   PA28, D-EIMH    
2010   C172, D-ENFS neu C150, Verkauf D-KOER, Verkauf
2012   PA28, Verkauf   Breezer, D-MILV
2019 C172, D-EIIH C172, D-ENFS  

Breezer, D-MILV

Breezer, D-MHUW

Besetzung der Vorstandsämter

Position 2001 2002 2003 2004 2005
1. Vorsitzender Bernhard
Rösler
  Bernhard
Rösler
  Bernhard
Rösler
2. Vorsitzender   Reinhold
Wenzlaff
  Reinhold
Wenzlaff
 
Schatzmeister Michael
Kattein
  Michael
Kattein
  Michael
Kattein
2. Schatzmeister   Oliver
Renz
  Oliver
Renz
 
Schriftwart   Silke
Lambrecht
Rösler
  Silke
Lambrecht Rösler
 
Militärischer Sportflug   Uwe
Bade
  unbesetzt  
Motorflug-referent Uwe
Deppe
Sven
Ramsel
  Sven
Ramsel
 
Presse-referent
ILV-Airmail
Lutz-Michael
Müller
  Ernst-Peter
Nawothnig
  Ernst-Peter
Nawothnig
Umweltreferent   Henning
Hasch
  unbesetzt  
Segelflug-referent Ernst-Peter
Nawothnig
  Ernst-Peter
Nawothnig
  unbesetzt
Ausbildungs-referent (Motorflug) Nico
Schmitz
Lothar
Nehrlich
  Gunter
Fleckenstein
 
Position 2006 2007 2008 2009 2010
1. Vorsitzender   Bernhard
Rösler
  Bernhard
Rösler
 
2. Vorsitzender Reinhold
Wenzlaff
  Reinhold
Wenzlaff
  Reinhold
Wenzlaff
Schatzmeister   Gerhard
Kölling
  Dorothea
Drews
Gerhard
Kölling
2. Schatzmeister Oliver
Renz
  Oliver
Renz
  Oliver
Renz
Schriftwart Silke
Lambrecht
Rösler
  Silke
Lambrecht
Rösler
  Silke
Lambrecht
Rösler
Motorflug-
referent
Detlef
Frömming
  Detlef
Frömming
  unbesetzt
Presse-
referent
ILV-Airmail
  Ernst-Peter
Nawothnig
  Ernst-Peter
Nawothnig
 
Ausbildungs-
referent (Motorflug)
Lothar
Nehrlich
  Lothar
Nehrlich
  Lothar
Nehrlich
Position 2011 2012 2013 2014 2015
1. Vorsitzender Bernhard
Rösler
  Bernhard
Rösler
  Bernhard
Rösler
2. Vorsitzender   Reinhold
Wenzlaff
  Reinhold
Wenzlaff
 
Schatzmeister Gerhard
Kölling
  Hubert
Ernst
  Hubert
Ernst
2. Schatzmeister          
Schriftwart   Silke
Lambrecht
Rösler
  Silke
Lambrecht
Rösler
 
Motorflug-
referent
  Unbesetzt   Unbesetzt  
Presse-
referent
ILV-Airmail
Ernst-Peter
Nawothnig
  Ernst-Peter
Nawothnig
  Ernst-Peter
Nawothnig
Ausbildungs-
referent (Motorflug)
Georg
Isenbürger
  Georg
Isenbürger
  Georg
Isenbürger
Ausbildungs-
referent (UL)
Oliver Eggers   Oliver Eggers   Oliver Eggers
Position 2016 2017 2018 2019 2020
1. Vorsitzender   Bernhard
Rösler
  Bernhard
Rösler
 
2. Vorsitzender Reinhold Wenzlaff   Reinhold Wenzlaff    
Schatzmeister   Hubert
Ernst
  Hubert
Ernst
 
2. Schatzmeister Oliver
Renz
  Oliver
Renz
   
Schriftwart Silke
Lambrecht
Rösler
  Silke
Lambrecht
Rösler
   
Motorflug-
referent
Unbesetzt   unbesetzt Jürgen
Schlottau

 

 

Volker
Hoffmann

 
Presse-
referent
ILV-Airmail
  Ernst-Peter
Nawothnig
  Ernst-Peter
Nawothnig
 
Ausbildungs-
referent (Motorflug)
  Georg
Isenbürger
  Georg
Isenbürger
 
Ausbildungs-
referent (UL)
  Oliver Eggers   Oliver Eggers