04 BIRK-BGBW
11.Juni 2024 TO 09:38 – 14:07 LDG
Wir beschlossen, Reykjavik am Dienstag, den 11., zu verlassen.
Das Wetterminimum in Narsarsuaq war VMC vorhergesagt, aber nun, da die starken Winde und Turbulenzen verschwunden waren, bekam Vereisung ein Problem
Wir mussten ein Plan schmieden.
Ich hätte mit Sauerstoff auf FL 180 steigen können, um die Vereisung auf dem Weg zu vermeiden.
Der Anflug war problematischer.
Die Aufenthaltszeit im vorhergesagten Vereisunggebiet musste so gering wie möglich sein.
Mein bevorzugte Plan war, den Anflug geradeaus zu verlängern um mit einem durchgehenden Sinkflug direkt auf den Endanflug zu fliegen.
Der zweite Plan war über dem Meer auf Sichtflugbedingungen zu sinken und dem .Fjord zum Flughafen zu folgen.
Wie auch immer, ich musste um die Südspitze Grönlands fliegen, weil der Anflug über Land mit den sehr hohen Sicherheitshöhen in Vereisung unglücklich hätte enden können.
Das allerdings machte den Flug 150 Meilen länger, brachte ihn auf 4 Stunden und 40 Minuten und ließ jeden Ausweichflugplatz unerreichbar werden..
Um es noch schwieriger zu machen, zeigten die beiden verschiedenen Prognosesysteme, die ich verwendet habe, die 0 Grad Grenze in der gleichen Höhe, die Wolkenuntergrenze jedoch, um in VMC zum Flugplatz zu fliegen, war völlig unterschiedlich.
Somit fiel der zweite Plan eigentlich aus.
Leider stimmten meinem neu gefundenem Weggefährtem die aktuellen Wetterminima mit denen ihm selbst gesetzten Grenzen nicht überein. Nach langer Überlegung entschied sich der Mooney Pilot noch drei Tage in Reykjavik zu bleiben und wirklich gutes Wetter in Grönland abzuwarten.
Um 0925 hob ich ab.
Die Route war einfach, ich war über den Wolken und konnte Wolkenauftürmungen umrunden, in denen ich Vereisungsbedingungen annahm.
Dann begann ich mit dem Anflug.
Die 0 Gradgrenze war ziemlich genau vorhergesagt und das Eis schmolz schnell weg und löste sich in großen Stücken vom Flugzeug.
Aber die prognostizierte Wolkenuntergrenze und Sicht schienen ein bisschen optimistisch zu sein…
Aber ich war immer noch ziemlich weit weg.
Dann endlich wurde schließlich der Wetterbericht des Flughafens wahr.
Ich landete auf der Landebahn 26 mit 15 kn Rückenwind, was kein Problem war, da die Landebahn eine Neigung von fast 2° nach oben hat.
Ich parkte auf der Vorfeld, bekam Kraftstoff und einen sehr guten Service, einschließlich einer Route nach CYYR, für die kein HF-Radio erforderlich war.
Nun kam jedoch das nächste Problem:
Wie konnte ich losfliegen und die Vereisung vermeiden ?












